Protokollimplementierung mit FDTs - Vom Prototyp zum effizienten Code

Zusammenfassung
Korrektheit und Laufzeiteffizienz sind zentrale Eigenschaften von Hochgeschwindigkeitsprotokollen. Um Korrektheit zu erzielen, ist die Verwendung einer formalen Beschreibungstechnik (FDT) zur Erstellung präziser Spezifikationen als Ausgangsbasis für weitere Entwicklungsschritte prinzipiell erforderlich. Jedoch geht die hier erreichte Präzision wieder verloren, wenn das formal spezifizierte Protokoll anschließend unter Effizienzgesichtspunkten handkodiert wird. Alternativ ist es auch möglich, die formale Spezifikation als Eingabe für die (semi-)automatische Protokollimplementierung zu verwenden. Jedoch scheitert dieser Ansatz derzeit an der unzureichenden Laufzeiteffizienz des generierten Kodes. Gegenstand des beantragten Projekts sind Untersuchungen und Maßnahmen zur automatischen Generierung effizienten Kodes aus formalen Protokollspezifikationen. Dabei soll die ISO-Spezifikationssprache Estelle im Mittelpunkt stehen. Ferner soll ein Vergleich mit der ITU-T-Sprache SDL durchgeführt werden. Das Projekt hat folgende Ziele:
1. Automatische Generierung effizienten Kodes aus formalen Protokollspezifikationen mit einem erweiterten Spektrum von effizienzsteigernden Maßnahmen.
2. Spracherweiterung von Estelle zur formalen Beschreibung von Teilsystemen als Voraussetzung für die Erhöhung des Anteils automatisch generierten Kodes und dessen Einbettung in reale Systeme.
3. Effiziente (semi-)automatische Implementierung des Hochgeschwindigkeitsprotokolls XTP (Xpress Transport Protocol) auf Basis von Estelle und SDL.
4. Vergleich und Wettbewerb mit handkodierten XTP-Implementierungen.
Mitarbeiter
Dipl.-Inform. Joachim Thees
Projektdauer
1. Phase: Mai 1996 bis April 1998
2. Phase: Mai 1998 bis April 2000
Teilgebiete




 
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